Internationale Mehrwertsteuer

Die EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie 2006/112/EC bildet den Rahmen für die nationalen Steuergesetze. Trotz dieser gemeinsamen Basis gibt es erhebliche Unterschiede in der Auslegung und Umsetzung auf nationaler Ebene, wodurch verschiedene Mehrwertsteuerregelungen und Umsatzsteuersätze entstehen.

Diese Vorschriften legen fest, wie Rechnungen ausgestellt werden müssen, wo die Mehrwertsteuer deklariert und entrichtet wird. Das System unterscheidet dabei klar zwischen Waren und Dienstleistungen und definiert das anwendbare Gebiet.

Die Grundidee der Mehrwertsteuer ist, dass sie letztlich von den Verbrauchern an den Staat gezahlt wird, allerdings auf indirektem Wege. Unternehmen sind verpflichtet, die Mehrwertsteuer einzuziehen und entweder an den Staat oder an andere Unternehmen weiterzuleiten.

Bei einem einzigen Lieferanten zahlt der Verbraucher die Mehrwertsteuer an diesen, und der Lieferant führt sie an den Staat ab.

Wenn mehrere Lieferanten involviert sind, zieht jeder Unternehmer die Umsatzsteuer ein, nutzt den Vorsteuerabzug und überweist den verbleibenden Betrag an das Finanzamt. Insgesamt erhält das Finanzamt genau den Betrag, den der Verbraucher gezahlt hat.